Praktikum im Jugendhaus

Das Jugendhaus „Alte Post“ ist anerkannte Praktikumsstelle und bietet im Rahmen seines Leistungsspektrums der Jugendhilfe, Praktika im Rahmen folgender Ausbildungs-/ Studienrichtungen an:

 

Fachabitur Sozialwesen

SozialassistentIn

ErzieherIn

SozialarbeiterIn / Sozialpädagogen/ -innen (BA, MA)

 

Nachfolgend gibt es einen kurzen Einblick in die Ausgestaltung bzw. Lernmöglichkeiten. Falls ihr Interesse an einer Praktikumsstelle habt, bitten wir um eine kurze schriftliche Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf.

Wichtiger Hinweis im Vorfeld: Wir suchen definitiv keine Putzhilfen und haben leider keine Möglichkeit das Praktikum finanziell zu vergüten.

 

 

Ausgestaltung des Praktikums im Jugendhaus „Alte Post“ Großräschen in freier Trägerschaft des JC 94 e.V. Großräschen

 

Praxisanleiter/ -betreuer:

Frank Muschick (Dipl. Sozialpädagoge)

Katrin Piatkowiak (Erzieherin/ Sozialarbeiterin)

Katharina Hörning (Dipl. Pädagogin)

 

Das Praktikum bietet folgende Lernmöglichkeiten (Ausbildungsziele/Einsatzbereiche):

 

  1. Einsicht in die Aufgabengebiete der Sozialen Arbeit/ Kennen lernen mindestens eines Aufgabenfeldes;
  2. Kennen lernen von Organisation und Funktion der Praktikumsstelle;
  3. Kennen lernen von Mitteln und Methoden Sozialer Arbeit durch Übernahme kleinerer Teilaufgaben aus dem jeweiligen Praxisfeld einschließlich Verwaltungsaufgaben
  4. Teilnahme an Dienst- und Arbeitsbesprechungen.

 

 

zu 1.    Einsicht in die Aufgabengebiete der Sozialen Arbeit/ Kennen lernen mindestens eines Aufgabenfeldes:

Offene Treffpunktarbeit, sozialpädagogisch orientierte Gruppenarbeit und Sozialarbeit an Schulen nach den Qualitätsstandards des Landkreis OSL

 

Beschreibung des Arbeitsfeldes Offene Treffpunktarbeit

Offene Treffpunktarbeit stellt Räume ohne Konsumzwang zur Verfügung und bietet jungen Menschen ein Anregungsmilieu für eine selbstbestimmte Freizeitgestaltung. Kinder und Jugendliche haben hier die Möglichkeit der Informationsbeschaffung und –weitergabe, der Begegnung sowie des Austausches mit anderen. Sie erleben Verlässlichkeit im Hinblick auf strukturelle und personelle Rahmenbedingungen. Offene Treffpunktarbeit bietet darüber hinaus „Sicherheit“, d.h. Eltern und andere Personensorgeberechtigte können gewiss sein, dass ihre Kinder „gut aufgehoben“ sind. Außerdem ermöglicht dieser Leistungsbereich einen niedrigschwelligen Zugang zu anderen Hilfesystemen.

Offene Treffpunktarbeit orientiert sich an den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen sowie ihrem gesetzlichen Auftrag und ermöglicht

 

    Inhalte, Strukturen und Angebote mit- bzw. selbst zu bestimmen, d.h. Verantwortung für sich und andere zu übernehmen

    Regeln und Normen auszuhandeln i. S. eines Prozesses des sozialen Lernens

    kreativ zu sein, sich selbst zu verwirklichen

    die eigenen Grenzen kennen zu lernen und – hinsichtlich der Erweiterung persönlicher Kompetenzen – auch zu überschreiten

    in (selbstbestimmten) Kontakt mit Gleichaltrigen und erwachsenen Ansprechpartnern zu gehen.

Kennzeichnend ist das Prinzip der Freiwilligkeit.

 

Beschreibung des Arbeitsfeldes Sozialpädagogisch orientierte Gruppenarbeit

Sozialpädagogisch orientierte Gruppenarbeit stellt ein Angebot des sozialen Lernens dar, das zeitlich befristet ist und einen festen Personenkreis umfasst. Ausgehend von gemeinsamen Interessen, Themen, Fragen und/oder Problemen der Gruppenmitglieder dient dieses Angebot als Übungsfeld für andere gesellschaftliche Bereiche und ermöglicht jungen Menschen,

    sich in einem geschützten Rahmen auszuprobieren

    Wissen zu erwerben bzw. zu erweitern und weiterzugeben

    eigene Ressourcen kennen zu lernen

    unterschiedliche Verhaltensweisen zu erleben

    die eigene Frustrationstoleranz zu erhöhen

    Selbsterfahrung durch das Feedback andere Gruppenmitglieder, d.h. einen Abgleich von Selbst- und Fremdbild, den Umgang mit Kritik und Selbstkritik

    die eigene Positionsfindung in der Gemeinschaft (Profilierung)

    den konstruktiven Umgang mit Konflikten

    die Aushandlung von Spielregeln eines demokratischen Miteinander

 

Beschreibung des Arbeitsfeldes „Sozialarbeit an Schulen“

 

Das Gesprächs- und Kontaktangebot ist eine Einladung an alle Kinder und Jugendlichen.

Offene Jugendarbeit bietet eine Möglichkeit zum Kontakt, zur Begegnung, zum Entdecken und Gestalten eigener Interessen. Sie ist eine Offerte zum Lernen, zum miteinander Spielen, zur Erholung, zur Ruhe und bietet Geborgenheit.

Das Offene Gesprächs- und Kontaktangebot ist ein wesentliches Element, den präventiven Ansatz der Jugendhilfe umzusetzen. Durch leichten „niedrigschwelligen“ Zugang werden Kinder und Jugendliche erreicht und es wird ihnen frühzeitig ein Zugang zu weiterführenden Hilfen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit sich zu begegnen, herauszufinden, was man will, sich untereinander zu messen, sich eine Meinung zu bilden, seine Möglichkeiten und Grenzen kennen zu lernen und die Erfahrung zu machen, ohne Leistungsdruck angenommen und akzeptiert zu werden. Die Nutzung des Angebotes ist freiwillig.

Die JugendarbeiterInnen sind BeziehungsarbeiterInnen. Sie treten mit den Kindern und Jugendlichen aktiv in Kontakt, bieten sich als Gesprächs- und ErlebnispartnerIn, als BegleiterIn und UnterstützerIn in schwierigen Lebenssituationen an.

 

 

zu 2.    Kennen lernen von Organisation und Funktion der Praktikumsstelle

 

Aufbau und Struktur des Trägervereins JC 94 e.V.

Konzeptionelle Grundlagen des Hauses

 

zu 3.    Kennen lernen von Mitteln und Methoden Sozialer Arbeit durch Übernahme kleinerer

Teilaufgaben aus dem jeweiligen Praxisfeld einschließlich Verwaltungsaufgaben

 

Im Rahmen der Offenen Treffpunktarbeit und der Sozialpädagogisch orientierten Gruppenarbeit:

-          Begleitung des Projektes „Darstellendes Spiel“ aus dem Bereich der Theaterpädagogik, mit Schülern der 8. -10. Klassen der Oberschule Großräschen (jeweils mittwochs)

-          Mitorganisation und Durchführung des wöchentlich stattfindenden Elterncafés und der Kindersprechzeiten in der GutsMuths Grundschule Großräschen (jeweils mittwochs)

-          Begleitung der Sprechzeiten der Sozialarbeiter an der Oberschule Großräschen (jeweils donnerstags)

-          Planung und Begleitung der Sport AG in der Turnhalle der Pestalozzi Grundschule Großräschen

-           

zu 4.    Teilnahme an Dienst- und Arbeitsbesprechungen

-          Teilnahme an wöchentlichen Teamsitzungen

-          ggf. Teilnahme an Besprechungen mit Netzwerkpartnern (v.a. Schule, Sozialarbeiter)

-          ggf. Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen

 

Die Praxisanleitung erfüllt im Allgemeinen drei Funktionen:

-          lehrende Funktion (Vermittlung von Wissen, Bezugnahme zur Praxissituation)

-          beratende Funktion (Anregung & Reflexion zum Selbstverständnis)

-          administrative Funktion (Einordnung von sozialpädagogischen Zielen und Handlungen in organisatorische und rechtliche Zusammenhänge)