Praktikum im Jugendhaus
Das Jugendhaus „Alte Post“ ist anerkannte Praktikumsstelle
und bietet im Rahmen seines Leistungsspektrums der Jugendhilfe Praktika im
Rahmen folgender Ausbildungs-/ Studienrichtungen an:
SozialassistentIn
ErzieherIn
Dipl. SozialarbeiterIn Dipl.
Sozialpädagogen/ -innen
Nachfolgend gibt es einen kurzen Einblick in die
Ausgestaltung bzw. Lernmöglichkeiten. Falls ihr Interesse an einer
Praktikumsstelle habt, bitten wir um eine kurze schriftliche Bewerbung mit tabellarischem
Lebenslauf.
Wichtiger
Hinweis im Vorfeld: Wir suchen definitiv keine Putzhilfen und haben leider keine
Möglichkeit das Praktikum finanziell zu vergüten.
Ausgestaltung des Praktikums im
Jugendhaus „Alte Post“ Großräschen in freier Trägerschaft des JC 94 e.V.
Großräschen
Praxisanleiter/ -betreuer:
Mario Stephan (Dipl.
Sozialpädagoge)
Ergänzend bzw. in Vertretung: Frank Muschick (Dipl. Sozialpädagoge)
Katrin Piatkowiak (Erzieherin/ Sozialarbeiterin)
Das
Praktikum bietet folgende Lernmöglichkeiten (Ausbildungsziele/Einsatzbereiche):
zu 1. Einsicht in
die Aufgabengebiete der Sozialen Arbeit/ Kennen lernen mindestens eines Aufgabenfeldes:
Offene Treffpunktarbeit, sozialpädagogisch orientierte
Gruppenarbeit und Sozialarbeit an Schulen nach den Qualitätsstandards des
Landkreis OSL
Beschreibung des Arbeitsfeldes Offene
Treffpunktarbeit
Offene Treffpunktarbeit stellt Räume
ohne Konsumzwang zur Verfügung und bietet jungen Menschen ein Anregungsmilieu
für eine selbstbestimmte Freizeitgestaltung. Kinder und Jugendliche haben hier
die Möglichkeit der Informationsbeschaffung und –weitergabe,
der Begegnung sowie des Austausches mit anderen. Sie erleben Verlässlichkeit im
Hinblick auf strukturelle und personelle Rahmenbedingungen. Offene
Treffpunktarbeit bietet darüber hinaus „Sicherheit“, d.h. Eltern und andere
Personensorgeberechtigte können gewiss sein, dass ihre Kinder „gut aufgehoben“
sind. Außerdem ermöglicht dieser Leistungsbereich einen niedrigschwelligen
Zugang zu anderen Hilfesystemen.
Offene Treffpunktarbeit orientiert sich
an den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen sowie ihrem gesetzlichen
Auftrag und ermöglicht
• Inhalte,
Strukturen und Angebote mit- bzw. selbst zu bestimmen, d.h. Verantwortung für sich
und andere zu übernehmen
• Regeln
und Normen auszuhandeln i. S. eines Prozesses des sozialen Lernens
• kreativ
zu sein, sich selbst zu verwirklichen
• die
eigenen Grenzen kennen zu lernen und – hinsichtlich der Erweiterung
persönlicher Kompetenzen – auch zu überschreiten
• in
(selbstbestimmten) Kontakt mit Gleichaltrigen und erwachsenen Ansprechpartnern
zu gehen.
Kennzeichnend ist das Prinzip der
Freiwilligkeit.
Beschreibung des Arbeitsfeldes
Sozialpädagogisch orientierte Gruppenarbeit
Sozialpädagogisch orientierte
Gruppenarbeit stellt ein Angebot des sozialen Lernens dar, das zeitlich
befristet ist und einen festen Personenkreis umfasst. Ausgehend von gemeinsamen
Interessen, Themen, Fragen und/oder Problemen der Gruppenmitglieder dient
dieses Angebot als Übungsfeld für andere gesellschaftliche Bereiche und
ermöglicht jungen Menschen,
• sich
in einem geschützten Rahmen auszuprobieren
• Wissen
zu erwerben bzw. zu erweitern und weiterzugeben
• eigene
Ressourcen kennen zu lernen
• unterschiedliche
Verhaltensweisen zu erleben
• die
eigene Frustrationstoleranz zu erhöhen
• Selbsterfahrung
durch das Feedback andere Gruppenmitglieder, d.h. einen Abgleich von Selbst-
und Fremdbild, den Umgang mit Kritik und Selbstkritik
• die
eigene Positionsfindung in der Gemeinschaft (Profilierung)
• den
konstruktiven Umgang mit Konflikten
• die
Aushandlung von Spielregeln eines demokratischen Miteinander
Beschreibung des Arbeitsfeldes „Sozialarbeit
an Schulen“
Das
Gesprächs- und Kontaktangebot ist eine Einladung an alle Kinder und
Jugendlichen.
Offene
Jugendarbeit bietet eine Möglichkeit zum Kontakt, zur Begegnung, zum Entdecken
und Gestalten eigener Interessen. Sie ist eine Offerte zum Lernen, zum
miteinander Spielen, zur Erholung, zur Ruhe und
bietet Geborgenheit.
Das Offene
Gesprächs- und Kontaktangebot ist ein wesentliches Element, den präventiven
Ansatz der Jugendhilfe umzusetzen. Durch leichten „niedrigschwelligen“
Zugang werden Kinder und Jugendliche erreicht und es wird ihnen frühzeitig ein
Zugang zu weiterführenden Hilfen angeboten. Im Mittelpunkt steht die
Möglichkeit sich zu begegnen, herauszufinden, was man will, sich untereinander
zu messen, sich eine Meinung zu bilden, seine Möglichkeiten und Grenzen kennen
zu lernen und die Erfahrung zu machen, ohne Leistungsdruck angenommen und
akzeptiert zu werden. Die Nutzung des Angebotes ist freiwillig.
Die JugendarbeiterInnen
sind BeziehungsarbeiterInnen. Sie treten mit den Kindern und Jugendlichen aktiv
in Kontakt, bieten sich als Gesprächs- und ErlebnispartnerIn,
als BegleiterIn und UnterstützerIn
in schwierigen Lebenssituationen an.
zu
2. Kennen lernen von Organisation und
Funktion der Praktikumsstelle
Aufbau und
Struktur des Trägervereins JC 94 e.V.
Konzeptionelle
Grundlagen des Hauses
zu
3. Kennen lernen von Mitteln und
Methoden Sozialer Arbeit durch Übernahme kleinerer
Teilaufgaben
aus dem jeweiligen Praxisfeld einschließlich Verwaltungsaufgaben
Im Rahmen
der Offenen Treffpunktarbeit und der Sozialpädagogisch orientierten
Gruppenarbeit:
-
Begleitung
des Projektes „Darstellendes Spiel“ aus dem Bereich der Theaterpädagogik, mit
Schülern der 8. -10. Klassen der Oberschule Großräschen (jeweils mittwochs)
-
Mitorganisation und Durchführung des wöchentlich
stattfindenden Elterncafés und der Kindersprechzeiten in der GutsMuths
Grundschule Großräschen (jeweils mittwochs)
-
Begleitung
der Sprechzeiten der Sozialarbeiter an der Oberschule Großräschen (jeweils
donnerstags)
-
Planung und
Begleitung der Sport AG in der Turnhalle der Pestalozzi Grundschule Großräschen
-
zu
4. Teilnahme an Dienst- und
Arbeitsbesprechungen
-
Teilnahme an
wöchentlichen Teamsitzungen
-
ggf.
Teilnahme an Besprechungen mit Netzwerkpartnern (v.a. Schule, Sozialarbeiter)
-
ggf.
Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
Die Praxisanleitung erfüllt im Allgemeinen drei
Funktionen:
-
lehrende
Funktion (Vermittlung von Wissen, Bezugnahme zur Praxissituation)
-
beratende
Funktion (Anregung & Reflexion zum Selbstverständnis)
-
administrative
Funktion (Einordnung von sozialpädagogischen Zielen und Handlungen in
organisatorische und rechtliche Zusammenhänge)