Nachfolgend
gibt es einige geschichtliche Hintergründe zur Alten Post in Großräschen.
Hier
sind einige Fotoeindrücke über die „Verwandlung“ in ein Jugendhaus zum
anklicken:
Erste Besichtigung im Februar 2003
Umzug
vom Haus der Jugend Anfang 2004
Eröffnung der Alten Post am 17.04.2004
Entstehung des Volleyballfeldes Frühling 2005
Jugendhaus „Alte Post“ - Das ehemalige
Postamt von Großräschen

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„Am 26 Juli 1874 wurde
in Großräschen im Stationsgebäude der Eisenbahn eine Postagentur
gegründet, die noch nebenamtlich vom Bahnhofsvorsteher mit verwaltet wurde. Errichtet wurde
der vierachsige Ziegelbau im Jahr 1892 in der jetzigen Bahnhofsstraße. Er
trägt die typischen Hoffmannschen Merkmale seiner Bauweise: äußerst flaches
Holzdach um den Dachstuhl zu sparen, mit darüber liegender
Dachpappeneindeckung, Auflockerung der Fassade durch verschiedenfarbige
Steine, den Einsatz von verschiedenfarbigen glasierten Ziegeln. Diese sind
eine Fertigung seiner Ziegeleien. Im unterbrochenen
Ziegelzierband stand einst: - Kaiserliches Postamt-. Darüber prangt unter dem
Dach zwischen den Fenster des nutzbaren Dachgeschosses der alter Reichsadler
von 1871 mit dem auf der Brust aufgebrachten preußischen Adler, ebenfalls
Keramik.
Dies geschah
vermutlich kurz vor dem ersten Weltkrieg. Der Anbau ist äußerst geschickt
gewählt da die Anbaukante der fünften Achse durch die Regenrinnenableitung
verdeckt ist… Das Obergeschoss
war bis zum Jahre 1952 gänzlich Wohnung des Dienststellenleiters. Ab diesem
Zeitraum wurden die Räume zur Straßenseite für eine Telefonanlage benötigt. Nachfolgend
erfolgt nochmals eine Erweiterung, welche die gesamte Aufgabe der Wohnung
erforderte. Diese Anlage war
bis zum Neubau der Vermittlungsstelle in der Wilhelm- Pieck- Straße in
Großräschen Nord durch die Deutsche Telekom am 17. September 1992 in Betrieb.
Am 10.09.2003 beschloss die
„Stadtverordnetenversammlung Großräschen (einstimmig) den Verkauf des
„Hauses der Jugend“ an die einheimische Firma AGG. Gleichzeitig beschloss die
SVV (einstimmig) den Erwerb der alten Post, um hier ein neues Jugendzentrum
zu schaffen… Eine gute Lösung für den im Haus der Jugend angesiedelten
Jugendclub JC 94 e. V. ist mit dem Erwerb, dem Umbau und Umzug in das
ehemalige Postamt gegeben. Mit der neuen Nutzung wird dem alten Postgebäude
gleichsam neues Leben Aufgrund
des historischen Hintergrundes ergab sich auch die Namensgebung zum
Jugendhaus „Alte Post“. Die Nutzung als Jugendhaus ist mit der Neueröffnung
im April 2004 möglich. Seit März 2009 steht das Haus unter Denkmalschutz. |